Studium

Die Forschungsgruppe betreut Qualifikationsarbeiten und ist verantwortlich für verschiedene Module der Psychologiestudiengänge.

Die FAI ist in den aktuellen Ordnungen der Psychologiestudiengänge verantwortlich für folgende Module:

Lehrinhalte:

In Synergie mit den Modulen zur Allgemeinen und Biologischen Psychologie sowie Methodenlehre werden spezielle Verfahren und Prinzipien der Ingenieurpsychologie vorgestellt. Allgemein- und biopsychologische Erkenntnisse über Denken, Emotionserleben, Motivation und Sprache werden auf die Interaktion von Menschen mit sozio-technischen Systemen angewendet. Typische Felder der Ingenieurpsychologie sind hierbei u.a. Human Factors in Prozess- und Produktgestaltung, Safety und Security Analysen, empirische Forschung und Evaluationsmethoden, die in diesem Modul vorgestellt und erarbeitet werden sollen. In den Mastermodulen Projektmanagement, Arbeits- und Produktgestaltung wird die Anwendung dieser weiter vertieft. Gelernt werden z.B.:

 Human Factors z.B. in Unfallanalysemodellen

 Nutzendenzentrierte Gestaltung von Arbeit, Arbeitsmitteln, Arbeitsplatz, Produkten und Produktionsverfahren sowie ganzer sozio-technischer Systemen

 Interdisziplinäre Projektzusammenarbeit mit Ingenieur-, Natur- und Wirtschaftswissenschaftler_innen


Lernziele:

Nach Abschluss des Moduls sind die Studierenden in der Lage

Arbeitsprozesse, Produkte und Technik zu analysieren und zu bewerten hinsichtlich der allgemein-, bio-, sozial-, und um weltpsychologisch orientierten Gestaltung

Das sozio-technische sowie das organisationale System ganzheitlich zu betrachten und bei der Gestaltung von Arbeit, Technik und Produkten zu berücksichtigen

Relevante Normen (z.B. DIN EN ISO 9241 und 10075) in diesem Prozess zu benutzen.

Wintersemester 2022/23

Im Wintersemester 2022/23 findet die Lehrveranstaltung im Rahmen einer internationalen, interdisziplinären Tagung statt. Hierfür erfolgt eine Teilnahme an Workshops, Kolloquien und Forschungsvorträgen von internationalen Expertinnen und Experten vom 14.-16.02.2023. Die Konferenz findet auf dem Campus Stadtmitte der TU Darmstadt statt.

Einführung in die biologische Psychologie


Lehrinhalte:

Die Vorlesung „Einführung in die biologische Psychologie“ vermittelt Zusammenhänge zwischen biologischen Prozessen und psychologischen Funktionen. Die Studierenden lernen verschiedene elektrophysiologische Biosignale (z.B. elektrodermale Aktivität EDA, Elektrokardiographie EKG, Elektroenzephalogramm EEG etc.) kennen und verstehen deren Messprinzipien. Atmungs-, Blutdruck- und Speichelanalytik sind ebenfalls Thema der Vorlesung. Die Bedeutung physiologischer Mechanismen für Arbeit und Technik, Lernen und Verhalten sowie die Entwicklung psychischer Störungen wird beispielhaft in einzelnen Forschungs- und Anwendungsgebieten vorgestellt. Die Studierenden beantworten in den Übungen zum peripherphysiologischen Messen Fragestellungen der Forschung und Praxis der Psychologie. Sie erwerben dabei auch wissenschaftstheoretische, -ethische, hygienische, versuchsplanerische und sicherheitstechnische Kenntnisse zur Messwertaufnahme. So werden praktische Fertigkeiten zur Durchführung psychophysiologischer Messungen in natur- und ingenieurwissenschaftlichen Anwendungen vermittelt.


Literatur:

Joachim Vogt & Sven Thönes (Hrsg.) (2015). Einführung in die biologische Psychologie und das peripher-physiologische Messen. Kröning: Asanger Verlag.


Kursbeschreibung:

Die Einführung in die biologische Psychologie ist Teil des interdisziplinären Moduls der Psychologie mit der Biologie. Aus drei Veranstaltungen des Fachbereichs Biologie müssen Psychologiestudierende zwei absolvieren: Humanbiologie, Physiologie und/oder Entwicklung. Zwei weitere Veranstaltungen des Instituts für Psychologie sind Pflicht: Die Vorlesung „Einführung in die biologische Psychologie“ vermittelt Zusammenhänge zwischen biologischen Prozessen und psychologischen Funktionen.

Projektmanagement, Prozessanalyse und Gestaltungsprojekt


Lehrinhalte:

Die Studierenden lernen relevante Tools und Methoden des Projektmanagements und der Prozessanalyse kennen und sind in der Lage, Projekte zielorientiert und mit messbaren Ergebnissen zu bearbeiten. Anhand eines Gestaltungsprojekts mit möglichst einem Auftraggeber oder einer Auftraggeberin, soll das Gelernte in die Praxis umgesetzt und in einem Projektbericht dokumentiert werden. Zudem sollen die Studierenden dazu befähigt werden, das Projektmanagement und die Teamarbeit zu reflektieren und Ideen für zukünftige Projekte zu generieren. Dafür werden den Studierenden vor allem praktische Techniken für das erfolgreiche Management von Projekten aus der psychologisch motivierten Arbeitsgestaltung und Produktentwicklung vermittelt. Sie bekommen einen Einblick, welche Projektmanagementtechniken in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen verbreitet sind und wie diese Techniken auch für die interdisziplinäre Kooperation genutzt werden können. Besonderer Wert wird auf die Verwendung standardisierter Werkzeuge zur Projektplanung und -steuerung gelegt. Auch gruppenpsychologische Prozesse wie die Motivierung von Projektmitarbeitern, effektives Krisenmanagement und Mittel zur Gestaltung erfolgreicher Projektbesprechungen werden behandelt.

In dem Seminar Projektmanagement und Prozessanalyse (2 SWS) wird die Beherrschung von (EDV)-Werkzeugen zur Projektplanung mit OpenOffice ebenso geübt, wie die Entwicklung auf den jeweiligen Fall zugeschnittener Evaluationsmethoden. Weitere Inhalte sind Grundlagen des Projektmanagements, Phasen und Prozesse des Projektmanagements, Formulierung von Zielen, Treffen von Entscheidungen, Projektorganisation und Konflikt-/Risikomanagement.

Psychologische Gestaltungsprojekte (3 SWS) aus verschiedensten Bereichen sollen konkrete Aufgabenstellungen liefern, an denen die Techniken des Projektmanagements erprobt werden. In den Gestaltungsprojekten werden zunächst die Aufgabenstellungen und Ziele konkretisiert. Die Studierenden werden supervidiert und begleitet. Die Wahl und Ausarbeitung der Aufgabenstellung ist die erste gestalterische Aufgabe der Studierenden. In der Supervision werden aktuelle Fragen bei der eigenständigen Durchführung der Projektaufgabe besprochen. In der Nachbereitungsphase wird ein Projektbericht angefertigt und die Erfahrungen, auch über die interpersonalen Aspekte des Projektmanagements, kritisch reflektiert.


Literatur:

Deutsches Institut für Normung DIN 69901


Für die Kurzreferate:
Andler, N. (2015, 6. überarbeitete und erweiterte AUflage): Tools für Projektmanagement, Workshops und Consulting. Erlangen: Publicis


Zusätzliche zu empfehlende Literatur:
Hansel, J.; Lomnitz, G. (2003): Projektleiter-Praxis. Heidelberg: Springer


Voraussetzungen:
Voraussetzung ist die Teilnahme an der Auftaktveranstaltung am ersten Veranstaltungstag und der Eintrag in die dort verteilten Projektgruppenlisten.


Erwartete Teilnehmerzahl:
40 insgesamt, ca. 10 pro Gruppe


Qualifikationsziele / Lernergebnisse:

Nach Abschluss des Moduls sind die Studierenden in der Lage,

  • Die Fachbegriffe des Projektmanagements und die Einbettung des Projektmanagements im Unternehmen zu verstehen.
  • Praktische Fallbeispiele zu diskutieren.
  • Geeignete (EDV)-Werkzeuge anzuwenden um Arbeitszeit, Arbeitskraft und Ressourcen zu verwalten.
  • Ein Projekt aufzubauen, über einen längeren Zeitraum zu planen, zu organisieren, Projektfortschritte fortlaufend in einem Flussdiagramm darzustellen und Projektergebnisse zu evaluieren, zu interpretieren und zusammenzufassen.
  • Probleme der Teambildung und -führung zu erkennen und zu lösen.
  • Das Projektmanagement als kollaborativen Prozess zu dokumentieren.


Psychologische Arbeits- und Produktgestaltung


Lehrinhalte:

Aufbauend auf den im Bachelorstudium erworbenen Kenntnissen werden spezielle Verfahren der Arbeits- und Produktanalyse, des Sicherheitsmanagements, der Produktgestaltung, des Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzes in Design-, Produktions- und Dienstleistungsprozessen vertieft.

Es wird Bezug genommen zur Erforschung einzelner Verfahren wie auch deren praktischer Anwendung in Organisationen.

Im Rahmen des Projekts „Nutzer- und umweltorientierte Arbeits- und Produktgestaltung“ werden zwei Teilprojekte zu den Schwerpunktthemen Arbeits- und Produktgestaltung angeboten, von denen die Studierenden eines auswählen können.


Voraussetzungen:
Voraussetzung ist die Teilnahme an der Auftaktveranstaltung am ersten Veranstaltungstag und der Eintrag in die dort verteilten Projektgruppenlisten.


Qualifikationsziele / Lernergebnisse:

Nach Abschluss des Moduls sind die Studierenden in der Lage,

  • Arbeit, Technik, Produkte aufgrund allgemein-, bio-, sozial-, instruktions- und umweltpsychologischer Grundlagen gestalten zu können.
  • Mensch-Maschine-Schnittstellen optimieren zu können.
  • An Arbeits-, Technik- und Produktgestaltungsprozessen aus psychologischer Perspektive mitwirken zu können, d.h. erste Anforderungslisten zu erstellen, Designoptionen kriterienorientiert zu bewerten, Prototypen zu testen.
  • Wissenschaftlich methodisches Vorgehen bei der Arbeits-, Technik- und Produktgestaltung anzuwenden.
  • Psychologische Methoden, Konzepte und Konstrukte in interdisziplinären Projekten gewinnbringend zu nutzen.

Thesenbetreuung und -themen

Wenn Sie sich für das Schreiben Ihrer Bachelor- oder Masterthesis in der FAI interessieren, finden sie hier aktuelle Informationen zu den Arbeitsgebieten der verschiedenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie können hier (wird in neuem Tab geöffnet) die Thesenthemen der Informationsveranstaltung vom Dezember 2020 herunterladen oder sich weitere Details im Reiter „Forschung“ (siehe linke Seite) oder auf den individuellen Mitarbeiter*innenseiten anschauen.

Im Wesentlichen verfügt die FAI über drei große Themenfamilien:

  • Technikpsychologische Projekte (Tepsy) rund um die Gestaltung von Leitwarten, Fahrzeugen und kommunalen Wohnräumen
  • IT Safety, Security, Privacy, Trust (SaSec)

Interdisziplinäre Lehre

In dieser Themenfamilie arbeitet die FAI aktiv in den Projekten GPEK, ETiT sowie der Evaluation aller KI²VA-Schwerpunkt- bzw. Querschnittsthemen.

Frau Dipl.-Volksw. Christiane Kellner widmet sich hierbei den KIVA Studienbüros, verschiedenen Studienprojekten wie ETiT oder GPEK, Internationalität und Interdisziplinarität in der Lehre, Gender und Diversity Fragen sowie mit der Methodik der Netzwerkanalyse.

Ingenieurpsychologische Projekte

In dieser Themenfamilie kooperierte die FAI in den Projekten AktVis und WaReIp mit Herrn Prof Dr. Hans Joachim Linke, im automotive Bereich mit Prof. Dr. Stephan Rinderknecht , mit dem Lauflabor des Fachbereichs und mit Herrn Prof. Dr. Josef Wiemeyer(EEG-Messung und Flimmerverschmelzungsfrequenz).

Frau Otilia Pasnicu, M. Sc. erforscht die Wahrnehmung von Schaltvorgängen in unterschiedlichen Antriebsstrangkonfigurationen unter Berücksichtigung verschiedener Nutzergruppen in Kooperation mit dem Institut für Mechatronische Systeme (IMS).

IT Security, Privacy und Trust

In dieser Themenfamilie arbeitet die FAI aktiv in CRISP sowie dem Graduiertenkolleg „Privacy and Trust for Mobile Users“.

Frau Dr. Nina Gerber erforscht im Rahmen von ATHENE Fragestellungen zu den Themen Usable Privacy und Usable Security, insbesondere im Kontext Smart Cities, Smart Homes und autonomen Fahrzeugen.

Frau Verena Zimmermann, M.Sc . arbeitet in verschiedenen ATHENE-Projekten an Human Factors in Safety & Security und Usable IT Security (z.B. Smart Homes und Authentifizierung).

Frau Alina Stöver, M.Sc. ist Mitglied des Graduiertenkollegs der Nutzendensensibilisierung für Privacy und Trust. Sie erforscht Gestaltungsmöglichkeiten für einen mobilen Privatsphäreassistenten.